Spar (nein, nicht die Lebensmittelkette) hat einen neuen kompakten Bluetoothlautsprecher namens "Zeyphr" angekündigt, der im etwas Jambox-dominierten Markt für portable Lautsprecher mitmischen will.
Neben verschiedenen Farben wurden auch verschiedene Varianten vorgestellt, die sich in der Größe als auch Akkulaufzeit und vermutlich ebenso Klangquailtät unterscheiden.
Das größte Modell, das von den vorgestellten Bildern in etwa Jambox-Größe vermuten lässt, wird in schwarz und silber erhältlich sein, und sieht durch die eloxierte Oberfläche edler und ernstzunehmender aus als die Lego-artige Jambox. Auch die angebliche Akkulaufzeit von 30 Stunden für das größte Modell klingt beeindruckend.
Neben den üblichen Funktionen wie Freisprecheinrichtung etc. verfügen die Lautsprecher von Spar zuätzlich über die Möglichkeit externe Geräte über USB zu laden. Sie sind somit nicht nur Lautsprecher sondern gleichzeitig auch portabler Akku in der Not.
Die wichtigste Frage natürlich, wie die Klangqualität sein wird. Das Video lässt vermuten, dass der Zephyr ähnlich aufgebaut sein wird wie FoxL und Jambox: 2 Treiber vorne und 1 Passivradiator hinten. Ob die Kopie besser klingen wird als das Original, sei zuerst mal dahingestellt, das Design sieht jedenfalls erwachsen und aufgeräumt aus und macht auch neben einem Iphone keine schlechte Figur.
Der Erfolg der Jambox scheint mittlerweile einige Nachmacher ins Leben gerufen zu haben, ähnliche Produkte auf den Markt zu werfen. Es wäre wünschenswert, dass die neuen Produkte sich auch klanglich einen Schritt weiter nach vorne trauen. Die bisherigen "Konkurrenten" (Logic3, Logitech) klingen nämlich alle schlechter, und mich würde es ehrlich gesagt wundern, wenn ein noname-Hersteller plötzlich ein Gerät auf den Markt bringt, das besser wäre als das patentierte Akustikdesign von Soundmatters, das im FoxL und der Jambox von Jawbone eingesetzt wird. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Geräte auch hierzulande erhätlich sein werden. Die Auslieferung soll angeblich Mitte Dezember beginnen.
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of (portable) speakers and other gadgetry
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Tuesday, November 15, 2011
Friday, November 11, 2011
Review: Geneva XS - Hifi oder nur ein Radiowecker?
Produkte von Geneva Lab haben einen guten Ruf, handelt es sich hierbei um eine moderne Schweizer Firma, die hochqualitative und auch hochpreisige Produkte herstellt. Ich habe ehrlich gesagt noch nie einen Lautsprecher von Geneva Lab gehört, da sie designtechnisch nicht ganz meinem Geschmack entsprechen. Alle Lautsprecher von denen sehen irgendwie gleich aus. Eine große Schachtel in weiss, rot schwarz oder neuerdings auch Nussholz, mit einer runden Wölbung in der Mitte. Obwohl ein schlichter Kubus durchaus seinen Reiz haben kann, bin ich eher an etwas dezenterem oder sogar noch auffälligerem interessiert. Entweder etwas, das sofort ins Auge sticht, oder das man erst gar nicht sieht, sondern nur hört.
Neben den unterschiedlichen Modellen, die sich durch ihre Konfektionsgrößen unterscheiden, ist nach XL, über L, M und S nun das kleinste Modell XS erschienen. Es handelt sich dabei um einen kompakten portablen Lautsprecher mit Akkubetrieb, Bluetoothanbindung, aber auch eingebautem FM-Radio sowie Weckfunktion. Der Preis ist wie bei Geneva üblich eher hoch angesetzt, verglichen mit der Konkurrenz und im Bezug zu den Features dann aber doch wieder auf normalem Niveau.
Aufgrund der vielen positiven Kritiken zu den meisten Geneva-Produkten und den stolzen Aussagen des Herstellers, es handle sich beim Geneva XS um die weltweit erste tragbare Audioanlage mit echtem HiFi-Klang, habe ich das Gerät mit Neugierde erwartet und es sofort bestellt, sobald es lieferbar war. Test- und Erfahrungsberichte zum Geneva XS sind bisher kaum zu finden, da das Gerät einfach noch zu jung ist, oder die Zielgruppe vielleicht auch zu klein. Aus dem Grund möchte ich hier meinen Senf dazu abgeben und herausfinden, ob der Geneva XS wirklich echtes Hifi bietet, oder ob Geneva Lab uns nur einen normalen Radiowecker andrehen will.


Geliefert wird der Geneva XS in einer schicken, weissen Box, die im ersten Moment ein wenig an einen Erste-Hilfe Kasten erinnert. Bestärkt wird man in dem Gefühl, wenn man das Paket umdreht und das auffällige "Rote Kreuz" darauf findet. Ich habe den Lautsprecher in weiss bestellt, vielleicht auch deshalb die weisse Box. Bin mir nicht sicher, ob man bei einem roten Modell, eine rote Schachtel kriegt...
Der Inhalt unserer Medizinbox ist eher zurückhaltend. Neben der obligatorischen Bedienungsanleitung und einem Beiblatt, das zum Aufladen des Akkus auffordert, findet man darunter den eigentlichen Lautsprecher mit eigenem Stoffbeutel (beim weissen Modell auch in weiss), ein Ladegerät in grau und ein Aux-Kabel in grau mit Miniklinke. Außerdem befindet sich in der Mitte ein dünner Akku mit dem dazugehörigen Akkudeckel. Der Akku muss also vom Besitzer selbst angestöpselt und verstaut werden. Der Stecker ist relativ klein und es bedarf ein wenig Fingerspitzengefühl um ihn richtig in die entsprechende Buchse reinzufummeln. Es bleiben dann noch die dünnen Kabel, die man (gemäß der Anleitung "vorsichtig") falten soll. Der Akkudeckel ist nicht ganz passgenau und steht an einer Seite etwas weg. Auch waren die Spaltmaße zwischen den Gehäuseteilen nicht ganz gleichmäßig. Als mir beim ersten Betrieb sofort einige Resonanzgeräusche aufgefallen sind, habe ich den Deckel nochmals geöffnet und versucht den Akku mit den beiliegenden Schaumstofffolien etwas besser zu dämmen. Gebracht hat es nichts, doch dazu später.

Ich muss sagen, der Lautsprecher ist ganz schmuck. Er sieht fast so aus wie die großen Verwandten: Ein Quader mit einer Rundung in der Mitte. Ich bin mir aber nicht sicher, ob mir das rote Modell oder sogar das schwarze nicht doch besser gefallen hätte. Das schwarze hätte ich aber allein aus dem Grund nicht genommen, um es im Freien bei etwaiger Sonneneinstrahlung nicht sofort schmelzen zu lassen. Nach meinen Erfahrungen mit portablen schwarzen Geräten kann ich sagen, dass schwarz bei weitem die schlechteste Farbe für Outdoorbetrieb ist.
Es stellt sich aber auch die Frage, ob ein roter Lautsprecher in einem weissen Regal nicht doch besser zur Geltung kommt als in weiss? Auch hat weiss den Nachteil, dass das beleuchtete Bedienfeld auf der Oberseite im Freien nicht erkennbar ist. Auf rot oder schwarz sieht man die helle Beleuchtung mit Sicherheit besser, die erst dann heller wird, nachdem man blind eine Taste gedrückt hat.
Der Lautsprecher selbst ist relativ schmal und würde von alleine nicht stehen, aus dem Grund hat Geneva dem ganzen System ein Etui verpasst, das in aufgestellter Form als Stütze für den eigentlichen Lautsprecher dient. Bei Transport wird der Lautsprecher im Etui verstaut und sollte dadurch genügend geschützt sein. Im Beutel ist zur Not auch das Etui geschützt, der Beutel sollte dann am besten auch noch in Folie gewickelt werden, da er innerhalb kürzester Zeit hässliche Flecken annimmt.
Der Lautsprecher wird erst aktiv, wenn man das Etui in die richtige Position einrastet. Löst man die Position, oder klappt das Etui wieder zu, spielt er zwar noch eine zeitlang weiter, schaltet sich dann aber von selbst wieder aus, um Strom zu sparen.
Bevor man den Lautsprecher voller Erwartungshaltung einschaltet, sollte er unbedingt geladen werden, für mindestens 8 Stunden, so will es jedenfalls das Beiblatt. Interessanterweise habe ich bis zum Schluss nicht gewusst, ob der Lautsprecher nun tatsächlich geladen wird oder nicht, eine Anzeige, LED, oder sonstwas hierfür fehlt völlig. Das Ladekabel wird übrigens hinten am Lautsprecher angestöpselt, dazu muss der Lautsprecher auch "aktiv" sein. Im geschlossenen Etui lässt er sich nicht laden. Gleich daneben ist auch die Aux-In Buchse, man muss also schon etwas genau schauen, um die jeweiligen Kabel in die jeweiligen Löcher zu stecken.

Eingeschaltet wird der Lautsprecher durch Berührung einer Vertiefung im oberen Touchfeld. Das Touchfeld leuchtet magisch auf und gibt den Blick frei auf weitere Tastenfelder. Neben Lautstärketasten, gibt es auch eine Uhrentaste, Wecktaste, Modustaste zum Wechseln zwischen Radio, Bluetooth und Aux-In sowie links/rechts Tasten für die Sendersuche oder zur Uhreinstellung. Bei Betrieb leuchten die Tasten durchgängig schwach, leider erkennt man dies eben beim weissen Modell und heller Umgebung sehr schlecht. Blind lässt sich das Gerät überhaupt nicht bedienen, so kann es sein, dass man leiser machen will, aber stattdessen die Uhrentaste erwischt. Hier wären zusätzliche Vertiefungen oder tastbare Markierungen wenigstens für die Lautstärketasten wünschenswert gewesen. Eine Tastenberührung wird mit einem lauten "Klick" bestätigt, für meinen Geschmack sogar etwas zu laut.
Nach dem Umschalten auf Bluetooth konnte ich mich sofort mit dem Iphone verbinden und einige Lieder anspielen. Der Klang ist voll und angenehm, was jedoch völlig fehlt ist der gewisse "Wow"-Effekt. Im Höhenbereich klingt der Geneva XS etwas metallisch und lässt einen bereits die Klangkomprimierung aufgrund vom Bluetooth-Streaming erahnen. Der Mittenbereich ist voll wenn auch etwas zu präsent, und der Bass hat einen angenehmen Bauch, wobei er auch etwas wummig wirkt, aber im Gegenzug auch nicht wirklich Druck macht. Insgesamt ist der Klang vom Geneva XS auf gutem Küchenradio-Niveau.
Trotz eines doch erheblich größeren Gehäusevolumens klingt ein Tivoli PAL vom Klangvolumen ähnlich, wobei der Geneva XS im Höhenbereich stimmiger klingt. Insgesamt ist der Bass vom Tivoli trotzdem voller, man merkt dies vor allem im Radiobetrieb.
Bei Wiedergabe über Aux-In würde ich jedoch den Geneva XS bevorzugen, der da einfach knackiger kommt, der Tivoli klingt dann etwas hohl, was ich nie verstanden habe. Aber offenbar scheint der Klang vom Tivoli insbesondere für Radiobetrieb optimiert zu sein, denn bei Aux-In klingt er etwas dumpf und wummig.
Zum Radiohören verwendet meine Frau den Tivoli immer noch sehr gerne. Da ich nie Radio höre, konnte ich mich hingegen nie mit dem Klang anfreunden. Vielleicht hätte ich einfach mal einen FM-Transmitter für den Tivoli PAL ausprobieren sollen...
Für reinen Radiobetrieb würde auch mir der Tivoli mehr gefallen. Nicht nur ist die Empfangsqualität besser, sondern der Klang beim direkten Hin- und Herschalten zwischen beiden Lautsprechern angenehmer.
Vergleicht man den Geneva XS mit dem FoxL, sind die Unterschiede nicht so gravierend wie man vielleicht erwarten würde. Der Geneva XS hat zwar einen lauteren Bass, vor allem im oberen Bereich, der FoxL klingt jedoch ähnlich druckvoll, obwohl er zwei mal Platz im XS Etui hätte. Derart im Etui liegend, klang der FoxL interessanterweise besonders imposant, da er durch seine starke Eigenvibration das Etui als zusätzlichen Resonanzkörper benutze, wobei dieses in weiterer Folge, den Tisch mitanregte. Was wiederum positiv auffällt, dass beim Geneva XS der Bassbereich entsprechend der Lautstärke nachgeregelt wird. Bei niedrigeren Lautstärken klingt er auf jeden Fall präsenter als der FoxL, dies relativiert sich dann wieder bei höheren Lautstärken, wo der FoxL dann teilweise eine beachtliche Figur macht, und bei manchen Titeln für meine Ohren sogar deutlich besser klingt, trotz der viel geringeren Größe, jedoch fällt darüber beim FoxL der Klang bereits auseinander, wo der Geneva XS noch munter und unangestrengt weiterspielt, um erst im oberen Lautstärkebereich doch merklich das Bassvolumen zu reduzieren, was jedoch nicht ausreicht, um im letzten Drittel dann auch recht stark zu verzerren. Die Lautstärkeskala geht bis 100. Ausgewogen klingt der Geneva XS zwischen 20-40, über 50 wird der Bass dann aber etwas zu stark zurückgefahren, und bei 60 und darüber wird es eher laut und ungenehm.Im Höhen- und Mittenbereich hat auf jeden Fall der FoxL klar die Nase vorn. Er zeichnet einfach feiner und weicher und klingt nicht so metallisch wie der Geneva XS. Der Geneva XS hat klanglich nur im Bezug auf Bassvolumen und maximale Lautstärke einen wirklichen Vorteil, wobei man den FoxL mit gewissen Aufstellungstricks noch größer klingen lassen kann, die maximale Lautstärke bleibt natürlich trotzdem eher beschränkt.
Gleich zu Beginn ist mir eine gewisse Verzerrung bei bestimmten Titeln und bereits bei niedrigen Lautstärken aufgefallen. Ich habe wie gesagt zu Beginn noch den Akku oder Deckel verdächtigt, oder sogar das Etui als ganzes, da der Lautsprecher doch erhebliche Vibrationen erzeugt, wobei diese nicht ganz so extrem wie beim FoxL sind. Ich habe dann aber genauer hingehört und festgestellt, dass es aus dem Inneren des Lautsprechers kommen musste. Es klang fast so wie eine lockere Membran, oder ein undichtes Gehäuse, aber jeglicher Versuch das Gehäuse etwas stärker zusammenzudrücken, um etwaige Lockerungen oder die ungenauen Spaltmaße zu korrigieren, ist gescheitert. Der Geneva XS hat bei bestimmten Frequenzen und Klängen einfach verzerrt. Beim genaueren Hinhören kam das Geräusch von der linken Seite. Rechts war der Klang ok.
Ich bin mir nicht sicher wie die Lautsprecherkonfiguration aussieht, aber ein triviales Stereopaar ist es nicht, woraus sich auch die interessante Stereoabbildung des Geneva XS ergibt. Geneva Lab setzt ja schon seit einiger Zeit auf eine Technologie namens "Embracing Sound", die aus punktuellen Schallquellen ein breites Stereobild verspricht. Embracing Sound gaukelt dem Ohr auf magische Weise durch das Processing von Summe und phasengedrehter Differenz beider Stereokanäle ein räumliches Bild vor, was mehr oder weniger der Umkehrung eines "Mitte-Seiten Mikrofons" entsprechen würde. Dass der Geneva XS nicht wie 2 getrennte Lautsprecher klingt, ist klar, aber es ist dennoch verblüffend, dass der Klang eine gewisse Räumlichkeit aufweist, die völlig verschwindet, wenn man aus der Nähe hinhört. Erst ab ca. 50cm Entfernung baut sich psychoakustisch eine gewisse Klangbühne auf, darunter merkt das Ohr, dass es hinters Licht geführt wird, denn der Klang kommt hörbar im vollen Frequenzumfang nur von der rechten Seite. In der Mitte ist nur der Bass hörbar und rechts hörte ich außer den besagten Verzerrungen eher wenig. Vielleicht ist diese spezielle Treiberkonfiguration auch für die Verzerrungen zuständig, die bei bestimmten Frequenzkombinationen und der Summe/Differenz-Tricks nicht wirklich zurecht kommt. Ein Stück, das den Geneva XS völlig in die Knie zwang, war "Night Air" von Phil Davis. Den Bassklang hat der kleine XS überhaupt nicht vertragen und ratterte und brummte nur herum. Aber es kann auch durchaus sein, dass das Gerät ganz einfach defekt geliefert wurde. Auf meine Email-Anfrage zu dem Problem direkt bei Geneva Lab wurde nicht reagiert. Ich wurde dann erst einige Tage später von einem Servicepartner nach Seriennummer, Kaufdatum usw ausgefragt, was mir dann doch etwas zu dumm wurde und ich schließlich alles wieder schön verpackt und an den Händler zurückgeschickt habe.
Ehrlich gesagt hat mich der Geneva XS etwas enttäuscht. Abgesehen von den Verzerrungsproblemen, von denen ich nicht mit Sicherheit sagen kann, ob sie normal sind oder nicht, war der Klang einfach nicht wirklich umwerfend.
Etwas unfair vielleicht der Vergleich mit dem Bose Soundlink, aber der Soundlink ist nicht mal doppelt so groß und schafft es aber dennoch den Geneva XS in punkto Lautstärke und Bassvolumen völlig vom Tisch zu blasen. Auch wenn der Soundlink im Mitten- und Höhenbereich kein derart stimmiges Bild liefert, beeindruckt er vollem durch die Basswucht bei dieser Größe, die teilweise schon etwas zu viel des guten sein kann.
Ich habe den Geneva XS auch mit den MusicMonitors verglichen. Damit der Vergleich nicht ganz an den Haaren herbeigezogen wirkt, habe ich nur einen einzigen MusicMonitor angeschlossen. Von der Größe geben sich beide Lautsprecher nicht viel, an den Außenmaßen nachgerechnet hat sogar der Geneva XS marginal mehr Gehäusevolumen, aber auch als einzelner Monolautsprecher spielte der Bose in einer völlig anderen Liga, mit feineren Höhen und einem viel wuchtigeren, jedoch keineswegs aufdringlichen Bass. So gering die Unterschiede zwischen FoxL und Geneva XS, oder zwischen Tivoli PAL und dem Geneva erscheinen mögen, so gewaltig waren sie beim Vergleich mit dem Bose Computer MusicMonitor. Erst da habe ich wieder mal gemerkt, wonach ich eigentlich die ganze Zeit suche. Es kann doch nicht sein, dass es kein Hersteller schafft das beste aus beiden Welten zu vereinen: eine ausgewogene Höhen/Mitten-Wiedergabe mit einem gleichzeitig druckvollen Bass, aus einem Lautsprecher zaubern, der die Größe vom Geneva XS oder von einem MusicMonitor hat.
Der Soundlink ist in Wahrheit bereits eine Spur zu groß und klingt vor allem im Nahbereich zu unausgewogen, etwas weniger Bass wäre hier teilweise sogar besser gewesen. Den MusicMonitor wiederum gibt es nicht als portable Version, und das was der Geneva XS von sich gibt, macht höchstens einem Küchenradio Konkurrenz, ist aber sonst nicht besser und nicht schlechter.
Ich habe auch kurz versucht den Geneva XS im Freien zu testen, bin aber schnell wieder davon abgekommen, da er so nicht viel besser klang, als jeder beliebige Minilautsprecher. Als Hifi würde ich den Geneva XS keinesfalls sehen. Obwohl er für sich genommen relativ gut klingt, kann er in keinem Punkt so wirklich überzeugen. Der FoxL ist viel kompakter, schafft es aber einen ähnlich stimmigen Klang zu erzeugen, wenn auch nicht bei so hohen Lautstärken. Als Reisewecker ist der Geneva XS sicher empfehlenswert, obwohl es da viel günstigere Modelle gibt, die dann aber nicht ganz so gut klingen. Ich habe lange überlegt, ob ich dem Geneva XS noch eine zweite Chance geben soll und ein weiteres Austauschmodell anfordere, aber eigentlich konnte ich ihn für mich persönlich nirgendwo so richtig einordnen, wo ich ihn tatsächlich nutzen sollte. Unterwegs bei Picknicks und Spaziergängen war er genauso überfordert wie der FoxL oder die Jambox und für zuhause im Bad reicht mir der FoxL völlig, da brauche ich keinen weiteren Lautsprecher, bei dem man jedes mal aufpassen muss, wo man ihn abstellt, um die weiße lederartige Oberfläche nicht zu verschmutzen.
Zur maximalen Akkulaufzeit kann ich leider nichts genaues sagen. Ich hatte den Geneva XS während des Tests mehrere Stunden am Stück in Betrieb, aber da eine Batterieanzeige fehlt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wie lange der Lautsprecher noch weitergespielt hätte.
So wie ich einen FoxL vollends empfehlen kann, wenn jemand den kleinstmöglichen perfekten Lautsprecher sucht und sich über die natürlichen Limits im Klaren ist, so sehr bin ich unstimmig was den Geneva XS betrifft. Auch wenn er sich preislich auf FoxL und Jambox Niveau bewegt, darüber hinaus aber sogar zusätzliche Features eingebaut hat, bekommt er von mir dennoch ein befriedigend. Andere mögen natürlich abweichende Ansprüche haben und den Geneva XS durchaus als empfehlenswert sehen. Ein persönliches Austesten bleibt wohl keinem erspart, ich persönlich habe mir da etwas mehr erwartet. Vor allem der Überraschungsfaktor blieb völlig aus. Das Gerät klingt gut, haut einen jedoch in keinster Weise um.
+ schickes Design
+ optimale Größe und Gewicht um portabel zu bleiben
+ Neben Bluetoothstreaming auch Radio sowie Wecker und Uhr eingebaut
+ ansprechendes Stereobild, auch bei größeren Distanzen.
- Klang insgesamt nicht wirklich überragend
- metallische Höhen und wenig dafür jedoch wummiger Bass
- Touchbedienung etwas misslungen. Tasten lassen sich "blind" nicht ertasten.
- billige Verarbeitung
- für einen "Radiowecker" teuer
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Wednesday, November 9, 2011
Review: Soundmatters FoxL - Hifi im Miniaturformat?
Der FoxL von Soundmatters war eine ziemliche Überraschung für mich. Es war zu einer Zeit, als ich alle verschiedenen Minilautsprecher ausprobieren musste. Ich bildete mir ein, dass es doch Lautsprecher geben müsste, die auch bei kleinsten Ausmaßen einen halbwegs erträglichen Klang erzeugen würden, und nicht einfach nur nach einer billigen Tröte klingen. Der Markt war bereits überfüllt mit den unterschiedlichsten Minilautsprechern, die man teilweise sogar zu mehreren verlinken konnte, um noch mehr "Output" zu erreichen, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass auch mehrere zusammen trotzdem wie Blechdosen klangen. Einige verfügten sogar über einen "Rüsselmechanismus", um den Resonanzkörper zusätzlich zu vergrößern: Altec Lansing Orbit, Raikko Nano, X-Mini, Wavemaster Mobi und wie sie alle heissen mögen, die meisten mehr schlecht als recht, doch wenigstens nicht übermäßig teuer, sodass sich die Verluste in Grenzen hielten. Einige dieser Spielsachen habe ich weiterverschenkt, andere wieder zurückgeschickt. Es war nichts dabei, was wirklich als ernstzunehmend zu bezeichnen wäre. Der Altec Lansing Orbit war zwar recht OK und sprach mich eher optisch an, war klanglich aber bei weitem nicht das was ich gesucht habe. Ein noch größeres Schnäppchen war der Wavemaster Mobi, den ich sogar immer noch besitze, jedoch kaum nutze. Der Wavemaster hat es tatsächlich geschafft alle anderen sogar teilweise teureren Minilautsprecher klanglich zu überbieten. Ein schön ausgewogener Klang und für die Größe sogar akzeptabler Bass hat mich damals schon beeindruckt.
In dieser Zeit bin ich dann schließlich auch auf den FoxL von Soundmatters gestoßen. Die durchwegs positiven Testberichte, sowie die Eigenwerbung von Soundmatters, der FoxL wäre die Kreation eines ehemaligen NASA-Professors und Audiogenies trugen dazu bei, dass ich irgendwann so neugierig und schwach wurde und den FoxL kurzerhand bestellt habe, trotz des ziemlich utopischen Preises.
Der "Wow-Effekt" war jedenfalls gewährleistet, als ich das Paket endlich in Empfang nehmen konnte. Ich kann mich noch genau erinnern, dass ich an dem Tag bereits spät dran war und zu einem Seminar musste, jedoch unbedingt vorher noch das Paket öffnen und den FoxL ausprobieren wollte. Als ich meinen Player per Kabel an den schokoriegelgroßen FoxL angehängt habe (Bluetooth war für mich damals nebensächlich) und die ersten Takte von Four80East's "Roll On" gehört habe, wusste ich sofort, dass der FoxL etwas besonderes war. Der Slapbass kam extrem druckvoll, die Bassdrum hatte den nötigen "Drive", um einen mitwippen zu lassen. Mir war klar, der FoxL war genau das wonach ich gesucht habe: ein Minilautsprecher, der sogar in einer Hosentasche Platz findet und trotzdem ansprechenden Klang liefert.
Das besondere am Foxl ist, dass der Erfinder, in diesem Fall eben der erwähnte NASA-Professor namens Dr. Guenther einige seiner eigenen Ideen patentiert hat, um einen Miniaturlautsprecher zu bauen, der nicht so nervt wie die am Markt erhältlichen. Der Foxl klingt tatsächlich dank der angewandten Tricks deutlich größer, als man es vermuten würde. Ich kenne genügend größere Lautsprecher, die auf herkömmlicher Akustik basieren, und bei weitem nicht so gut klingen wie dieses Miniteil. Verständlicherweise konnte auch Dr. Guenther die Physik nicht überlisten, so schafft man es klarerweise nicht damit einer Hifianlage Konkurrenz zu machen, oder ein Oktoberfestzelt zu beschallen, aber bei üblicher Lautstärke ist der Klang, den der Foxl produziert dennoch beachtlich und spielt in einer völlig anderen Liga als alle anderen Minilautsprecher zusammengenommen. Er ist imstande einen Bassdruck zu erzeugen, der dem des hochgelobten Logitech PureFi anywhere in nichts nachsteht, und das bei Schokoriegelgröße.
Der FoxL klingt insgesamt sehr ausgewogen, keine Frequenz wird überbetont oder verschluckt, es gibt keine unangenehmen Frequenzbuckel, gerade die Mitten tönen natürlich und die Höhen sind angenehm neutral, ohne ungewöhnliche Färbungen. Das bemerkenswerte jedoch ist, dass er besonders im Bassbereich für die Größe unglaublich tief reicht, trotz fast nicht vorhandenem Gehäusevolumen. Der angewendete Trick liegt vor allem in den Treibern, die von Soundmatters liebevoll "Twoofers" genannt werden: also spezielle Tweeter, die gleichzeitig als Woofer herhalten und zusätzlich den Passivradiator an der Gehäuserückseite antreiben, welcher wiederum den Akku als Masse zum Tuning missbraucht und so den eigentlichen Bass abgibt, der Passivradiator trägt bei Soundmatters auch den lustigen Namen "Bassbattery". Dank des speziellen Designs klingt das ganze auch tatsächlich bemerkenswert erwachsen.
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| "Bassbattery" hinter dem Schutzgitter, das ausgeklappt gleichzeitig als Ständer fungiert |
Ich war überrascht von der Tatsache, dass der Lautsprecher bei lauteren Pegeln zum Rumhüpfen begonnen hat. Dadurch, dass der Passivradiator eine viel höhere Masse hat, als die beiden vorderen Membranen, werden die Vibrationen auch ungleichmäßig an das Gehäuse weitergegeben, was wiederum ein Wandern des Lautsprechers verursacht. Soundmatters hat dafür eine kleine Gummimatte beigelegt, die ein Tanzen und Hinunterfallen vom Tisch verhindern soll. Ohne Matte hört man den Ständer vom FoxL auch an der Stellfläche rattern. Um mir die lästige Matte zu ersparen, habe ich die Unterseite des Ständers mit einem Stückchen ähnlicher Antirutschmatte wie der beigelegten beklebt, diese kriegt man im 1Euro-Shop in verschiedenen Farben. Für mich irgendwie unverständlich, warum Soundmatters in den Ständer nicht zusätzlich eine Gummischicht eingelassen hat, ähnlich wie die vorderen Gummifüsse, um das Rattern zu unterbinden.
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| FoxL mit dem "antiratter-Mod" |
Wie tief die abgegebenen Frequenzen wirklich reichen, merkt man gut, wenn man den Foxl in der Hand hält und das ganze Gehäuse vibrieren spürt. Man empfindet den Bass so auch viel stärker, auch wenn man ihn nicht hört, so spürt man ihn. Es ist fast dasselbe Prinzip wie von Gellautsprechern wie z.B. dem WOWee, bloß dass der FoxL von sich aus bereits gut klingt, die Gellautsprecher ohne Hilfmittel hingegen nur dahinsäuseln.
Legt man den FoxL mit der Rückseite auf eine harte Unterlage, schafft er durch seine Eigenvibration zusätzlich die Unterlage mit anzuregen, vorausgesetzt ein Dämmstoff liegt dazwischen, damit der Lautsprecher nicht einfach herumrattert. Es reicht schon ein Taschentuch, oder ein Stück Stoff dazwischen, und der Tisch darunter wird zum eigenen Bassradiator. Je nach Unterlage kann der Effekt durchaus beeindruckend sein. Bei mir ist es die Oberseite der Waschmaschine im Bad, die zum "Woofer" umfunktioniert, durchaus eine gute Figur macht. Aber auch verschiedene Tische machen sich oft ganz gut. Ich habe jedoch noch nicht herausgefunden, ob Vollholz oder Furnier besser klingt...
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| FoxL mit etwas "Rückendeckung" in der Raumecke klingt sogar besser als der Tivoli One |
Bei Netzbetrieb ist beim Foxl auch eine leichte Steigerung der verzerrungsfreien Lautstärke möglich, von Akku spielt der Foxl mit 2x2 Watt Leistung, bei Netzbetrieb sind es 2x4 Watt. Die maximale (verzerrungsfreie) Lautstärke sollte für normale Zwecke durchaus ausreichend sein, obwohl man damit natürlich kein ganzes Lagerfeuer beschallen oder schreiende Kinder im Park übertönen kann, auch klingt der Foxl im Freien viel weniger imposant als in Innenräumen, was mich in späterer Folge ziemlich enttäuscht hat. Der FoxL ist nicht imstande auch im Freien genügend Bassvolumen zu erzeugen. Der einzige Lautsprecher der vermutlich draussen sogar besser klingt als drinnen, wäre der Bose Soundlink. Beim FoxL dagegen hilft es, wenn er im Freien direkt auf den Boden gelegt wird. Die Basswiedergabe kann so etwas stärker betont werden. Wirklich befriedigende Pegel sind so jedoch nicht möglich. Ich habe einige male versucht den FoxL auch im Park zu verwenden, der laute Stadtverkehr jedoch hat beinahe alles zugedröhnt.
Doch auch im Inneren ist der FoxL durchaus kritisch bezüglich Aufstellung. Mitten im Raum klingt er weit weniger imposant, als z.B. in einer Raumecke. Am besten klingt er in kleinen Räumen. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut der FoxL bei mir im Badezimmer in der Raumecke klingt. Direkt auf den Tivoli One gestellt, klingt er beinahe genauso "groß" beim Bruchteil der Größe, jedoch gleichzeitig auch ausgewogener und angenehmer als die alte Tivoli Schuhschachtel.
Der FoxL lässt sich im Grunde sehr laut stellen, viel lauter als andere Minilautsprecher, verzerrt dann aber eben. Ein zusätzlicher Tipp wäre da, bei zu hohen Pegeln zusätzlich den Bass am EQ des Players abzusenken. Über eine dynamische Bassanpassung je nach Lautstärke verfügt das Gerät leider nicht, so klingt der FoxL bei niedrigen Pegeln eher bescheiden, es fehlt einfach die Präsenz im Bassbereich. Ich vermute, dass der Passivradiator zu träge ist und bei geringen Pegeln von den Treibern nicht genügend angeregt werden kann. Es kann aber auch am "Loudness"-Effekt liegen, dass das menschliche Gehör bei leisen Lautstärken niedere Frequenzen um einiges leiser hört. Deshalb neige ich dazu den Basspegel bei leisen Lautstärken anzuheben, bei lauteren etwas abzusenken. Gerade bei niedrigen Pegeln bringt die Anhebung von tiefen Frequenzen einen ziemlichen zusätzlichen Kick, denn der Foxl gibt diese Frequenzen dann auch tatsächlich wieder, was beinahe schon an Subwoofer-artige Effekte erinnert, zu laut darf man dann klarerweise nicht aufdrehen. Ich habe auch mit verschiedenen Effekten herumexperimentiert, und fand dass bei niedrigen Lautstärken die SRS WOW-Algorithmen, oder auch Maxxplayer als Windowsmedia-Plugin dem FoxL zu einem zusätzlichen Schub verhelfen.
Perfekt wäre natürlich eine automatische Regelung, aber so einen "Luxus" sieht Soundmatters leider nicht vor und hat auch meine Bitten diesbezüglich eher belächelt als ernstgenommen. Ganz anders hingegen Geneva Labs, die bei ihrem Model XS den Klang hörbar an die jeweilige Lautstärke optimieren. Der Geneva XS klingt bei leisen Lautstärken um einiges druckvoller als der FoxL, der Unterschied wird erst bei höheren Lautstärken wieder minimiert.
Der Akku hält je nach Lautstärke mehrere Stunden durch. Als ich den FoxL noch ohne Bluetooth verwendet habe, hielt er bei niedrigeren Lautstärken mehr als 20 Stunden, mit Bluetooth müsste man problemlos auf 8 Stunden kommen, was für die meisten Zwecke mehr als ausreichend sein sollte.
Oben am Gehäuse sind 2 Ösen, in die man die mitgelieferte Handschlaufe einfädeln kann. Man könnte aber auch ein Halsband verwenden und den FoxL dann wie einen Anhänger über der Brust rumpendeln lassen. Ich habe das tatsächlich einmal beim Schifahren ausprobiert. Alle Kollegen waren jedenfalls begeistert von der Berieselung und der FoxL hat auch den ganzen Tag durchgehalten.
Zu den Schwachpunkten des FoxL gehört das etwas chaotische Userinterface. Obwohl der Lautsprecher optisch ein striktes Design verfolgt, sind die Bedienelemente überall verstreut. Die Lautstärketasten sind klein und beinahe unnerreichbar nach hinten verlagert, ebenso wie der Powerknopf. Der Aux-In und die Strombuchse befinden sich auf der linken Seite und sind im ersten Moment beinahe nicht voneinander zu unterscheiden. Auf der rechten Seite schließlich eine zusätzliche USB-Ladebuchse sowie ein Subwoofer-Ausgang, über dessen Sinn oder Unsinn man streiten kann. Auch auf der Vorderseite gibt es außerdem einen gelartigen weichen Knopf, der zum Pairing per Bluetooth benötigt wird, aber auch als Rufannahmetaste fungiert.
Die zuletzt eingestellte Lautstärke merkt sich der FoxL übrigens nicht. Er spielt nach dem Einschalten mit einer relativ hohen Lautstärke los. Auch ist der Lautsprecher unverständlicherweise nicht gegen Funksignale abgeschirmt, sodass ein Handy in seiner Nähe die berühmt-schecklichen Rattergeräusche erzeugt, weshalb ich den FoxL auch nie als Freisprecheinrichtung verwende und ihn vorher lieber ausschalte, bevor mich die Störgeräusche nerven. Den hinteren Ständer empfinde ich selbst auch als etwas unbeholfen, er passt haptisch nicht zu dem sonst perfekt verarbeiteten Gehäuse.
Vor einigen Jahren, als die erste Version vom FoxL auf den Markt kam, stellte er eine echte Besonderheit dar, waren zu jener Zeit kaum vergleichbare Lautsprecher vorhanden. Der schon damals äußerst populäre und vielfach gelobte JBL On Tour ist um einiges größer als der FoxL, klingt jedoch im Vergleich eher schrill ohne jeglichen Tiefgang. Seit dieser Zeit hat Soundmatters den FoxL bereits mehrmals überarbeitet. Außerdem werden seit Beginn 2 unterschiedliche Varianten angeboten: Der FoxL als Bluetoothversion mit eingebauter Freisprecheinrichtung sowie ohne Bluetooth als normaler kompakter Lautsprecher.
Nach der Urversion, die ausführlich bereits 2008 von Sound&Vision getestet wurde, kam ziemlich bald V2 auf den Markt. Angeblich wurde hier der Klang nochmals verbessert und die maximale Lautstärke zusätzlich gepusht. V2 hatte jedoch ein Problem bei Bluetoothwiedergabe, was sich durch besonders laute Interferenzen bemerkbar machte und auch von iLounge in ihrem Review bemängelt wurde. Beim derzeit aktuellen Nachfolger V2.2 wurde das Bluetoothproblem behoben. Kürzlich hat Soundmatters sogar eine weitere "Platinum Edition" angekündigt.
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| Version 2 (oben) und 2.2 (unten) jeweils von vorne und hinten |
Klanglich hat Soundmatters ebenfalls einiges geändert. Der alte FoxL klingt im Höhenbereich präsenter, auch ist der Bass anders abgestimmt. Die Bassbattery ist offenbar auf eine niedrigere Frequenz getuned, wodurch klanglich im oberen Bassbereich einiges fehlt. Klanglich entspricht das fast ein wenig dem populären V-Muster bei graphischen Equalizern: Höhen und Tiefen nach oben, den Rest nach unten.
Die neue Version klingt obwohl im Höhenbereich dumpfer, gleichzeitig auch ausgewogener, und der Bass, den man bei der alten Version im tiefen Bereich sowieso kaum gehört hat, sondern höchstens gespürt, wurde bei der neuen Version etwas nach oben verlagert, was dem FoxL zu einem etwas knackigeren Bass verholfen hat. Insgesamt klingt V2.2 dynamischer und gleichzeitig präsenter mit etwas mehr "Kick" unten rum. Durch die unterschiedliche Bassabstimmung verzerrt jedoch der neue FoxL auch etwas früher als der alte. Vor allem Bassdrums machen dem neuen mehr zu schaffen als dem alten. Housekicks hatten beim alten FoxL noch Druck, beim neuen fallen sie offensichtlich genau in die Resonanzfrequenz vom Passivradiator und verzerren früher.
Ebenso wurde das Verhalten bei hoher Lautstärke leicht verändert. Der alte FoxL hat bei hohen Levels die Pegelspitzen stärker komprimiert, wodurch einerseits Verzerrungen vermieden werden konnten, andererseits hat die Bearbeitung manchen Stücken zu einem zusätzlichen "Drive" verholfen, ähnlich der Dynamikkompression bei Radiosendern, die die Lautstärke vor der Übertragung maximieren.
Dem neuen FoxL fehlt jedoch diese Dynamikkompression. Er behebt das Problem anders, in dem er einfach leiser wird, wenn Teile der Musik zu laut werden. Das hat leider den etwas unerwünschten Nebeneffekt, dass die Musik zu pumpen beginnt, wenn zu hohe Pegel erreicht werden und der Gesamtpegel plötzlich gesenkt wird. Fängt ein Stück ruhig und laut an, kann es plötzlich hörbar leiser werden, sobald Bass oder Schlagzeug einsetzen. Mir wäre ehrlich gesagt eine etwas subtilere Regelung lieber gewesen, vielleicht sogar mittels frequenzabhängiger Kompression. Wenn man bauartbedingt akustisch bereits derart am Limit ist, sollte man zusätzliche Tricks anwenden, um das System weiter zu pushen und optimieren. Ich kann nicht sagen, ob Soundmatters bei der "Platinum Edition" eine weitere Klangoptimierung versucht hat, es sieht jedoch nur nach marginalen Überarbeitungen der Akkukapazität sowie der Integration des Apt-X Bluetooth Codecs aus (nicht zu vergessen der neue platinfarbene "Anstrich").
Die Konkurrenz hat zwischenzeitlich natürlich nicht geschlafen, so gibt es von anderen Herstellern bereits ähnliche Lautsprecher in dieser Größe. Der wohl populärste Vertreter ist die Jambox von Jawbone, die sogar auf der Soundmatters-eigenen Technologie beruht. Monster Cable hat baugleich mit Logic3 einen eigenen Lautsprecher mit Passivmembran anzubieten, der zwar klanglich nicht so ausgewogen wie der FoxL spielt, jedoch deutlich höhere Pegel erreichen kann, und auch günstiger ist. Vor kurzem kündigte Logitech eine eigene Version ihrer "Mini-Boombox" an, die vermutlich irgendwo in China zusammengeschustert und von anderen Herstellern (iui und xqisit) ebenso baugleich angeboten wird. Zu den klanglichen Qualitäten dieser Modelle kann ich nichts sagen.
Frisch auf dem Markt, jedoch vom Formfaktor bereits etwas größer der Geneva XS, der dem FoxL klanglich echte Konkurrenz macht und bei ähnlichem Preis sogar zusätzliche Features wie Radio und Uhr bietet. Von Jawbone soll demnächst eine "Jambox Big" erscheinen...
Es wäre zu hoffen, dass Soundmatters ebenso wenig schläft, und den FoxL weiterentwickelt. Viele innovative Produkte von Soundmatters, wie den schuhschachtelgroßen, jedoch gleichzeitig kraftvollen Subwoofer Substage 100 oder die leistungsstarke Soundbar Slimstage wurden schon vor längerer Zeit zu Grabe getragen, mit der Ausrede sich nun vollends auf den FoxL konzentrieren zu wollen. Bisher habe ich jedoch keinerlei Weiterentwicklung gemerkt. Dynamische Klanganpassung, ein zusätzlicher Passivradiator vorne zur weiteren Bassoptimierung sowie zur Minimierung von Vibrationen, gegebenfalls eine etwas größere Version, all das wäre durchaus vorstellbar.
Der FoxL bleibt auf jeden Fall etwas besonderes, auch wenn zwischenzeitlich bereits viele Alternativen am Markt sind, die ähnlich interessant erscheinen mögen. Ich jedenfalls habe bisher noch keinen anderen Lautsprecher in dieser Größe gefunden, der besser geklungen hätte, auch wenn ich sicher bin, dass da noch einiges mehr an Potential steckt.
+ der kleinste Lautsprecher mit dem (bisher) "größten" Klang
+ angenehmer Frequenzverlauf ohne extreme Klangverfärbungen
+ druckvoller Bass bei hohen Lautstärken
+ stabiles und gut verarbeitetes Gehäuse
- Verzerrung bei hohen Lautstärken
- dünner Klang mit wenig Bass bei niedrigen Lautstärken
- beschränkte Stereoabbildung
- chaotische Bedienoberfläche
- keine Abschirmung gegen Mobilfunk
- Rumtanzen und Rattern aufgrund der Vibrationen bei hohen Lautstärken
- relativ teuer
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Friday, November 4, 2011
Monday, October 31, 2011
Ein Ipad für Mutti
Meine Mutter hatte vor technischen Geräten immer eine gewisse Scheu. Schon vor über 20 Jahren war das Programmieren eines Videorecorders für sie eine Qual, sodass ich damals eine idiotensichere Schritt-fürSchritt-Anleitung erstellen musste, damit sie es alleine schafft. Es hat trotzdem jedes mal viel Zeit am Telefon gekostet, um ihr den Vorgang immer wieder mal aufs neue zu erklären.
So gadgetverrückt wie ich es bin, wollte ich auch meiner Mutter die Vorzüge von technischen Geräten näherbringen und schenkte ihr vor einiger Zeit mein altes Iphone und eine Jambox, damit sie auch unterwegs ihre Lieblingsschlager hören kann. Mit dem Iphone kommt sie inzwischen überraschenderweise relativ gut zurecht, und SMS-Schreiben ist nun zu ihrem neuen Hobby und meinem Leid geworden.
Internetsurfen und ähnliches ist für sie aber immer noch ein Fremdwort, denn das lässt sich selbst auf einem Iphone und dem kleinen Display nur umständlich bewerkstelligen.
Ein Computer kam für sie nie in Frage, auch nicht um ihr die Aufgaben im täglichen Leben zu erleichtern, wie z.B. Onlinebanking, oder die Behördenwege per Email zu erledigen etc., aus dem Grund dachte ich zuletzt über den Kauf eines Ipads für meine Mutter nach. Wegen der Kamera, die unter anderem für Skype von Vorteil ist, musste es das Ipad 2 werden.
Um nicht von Itunes usw abhängig zu sein, suchte ich ein gebrauchtes Ipad 2 mit Wifi und Jailbreak. Die Gebrauchtmakrtpreise für solche Geräte werden inzwischen sogar über Neupreis gehandelt, aber schließlich fand ich eine 16GB Version zu einer vertretbaren Summe.
3G wollte ich nicht, um meiner Mutter zusätzliche Vertragskosten zu ersparen. Ins Internet kann sie zuhause dank des bereits bestehenden Wifi-Netzwerks, bei dem ich jedoch ein neues Modem vom Betreiber angefordert habe, da das bestehende eine extrem schwache Reichweite aufweist. Auch der Uraltvertrag mit einem Datenlimit von 400Mb wurde nun bei gleichem Preis auf eine unlimitierte Flatrate hochgesetzt.
Bisher hat meine Mutter immer noch etwas Respekt vor dem Gerät. Obwohl ich alles mehrmals erklärt habe, bekomme ich immer wieder Anrufe, wie dies und jenes funktioniert. Es bleibt abzuwarten, ob sie sich langfristig mit dem Gerät anfreudet und wie sinnvoll sich das Ipad für sie erweisen wird. Dank einiger guter Apps, kann sie ihre Aktienkurse nun in Echzeit verfolgen, den Zugang zum Onlinebanking werden wir noch einrichten müssen. Auch einige ihrer Lieblingsspiele, die sie noch vom Gameboy oder sogar Sega Gamegear kennt, werden sie hoffentlich öfter ans Ipad locken können. Ich kann ihr nun auch mal guten Gewissens einen interessanten Link schicken, ohne befürchten zu müssen, dass sie sich überfordert fühlt.
Ich hätte natürlich auch ein Tablet eines anderen Herstellers kaufen können, z.B. ein Galaxy Tab von Samsung, das mir persönlich sogar mehr zugesagt hätte, aber selbst mir erscheint die Oberfläche von Android manchmal etwas wirr, und da meine Mutter bereits das Handling vom Iphone her kennt und alles so einfach wie möglich sein sollte, ist ein Ipad logischerweise die beste Alternative.
So gadgetverrückt wie ich es bin, wollte ich auch meiner Mutter die Vorzüge von technischen Geräten näherbringen und schenkte ihr vor einiger Zeit mein altes Iphone und eine Jambox, damit sie auch unterwegs ihre Lieblingsschlager hören kann. Mit dem Iphone kommt sie inzwischen überraschenderweise relativ gut zurecht, und SMS-Schreiben ist nun zu ihrem neuen Hobby und meinem Leid geworden.
Internetsurfen und ähnliches ist für sie aber immer noch ein Fremdwort, denn das lässt sich selbst auf einem Iphone und dem kleinen Display nur umständlich bewerkstelligen.
Ein Computer kam für sie nie in Frage, auch nicht um ihr die Aufgaben im täglichen Leben zu erleichtern, wie z.B. Onlinebanking, oder die Behördenwege per Email zu erledigen etc., aus dem Grund dachte ich zuletzt über den Kauf eines Ipads für meine Mutter nach. Wegen der Kamera, die unter anderem für Skype von Vorteil ist, musste es das Ipad 2 werden.
3G wollte ich nicht, um meiner Mutter zusätzliche Vertragskosten zu ersparen. Ins Internet kann sie zuhause dank des bereits bestehenden Wifi-Netzwerks, bei dem ich jedoch ein neues Modem vom Betreiber angefordert habe, da das bestehende eine extrem schwache Reichweite aufweist. Auch der Uraltvertrag mit einem Datenlimit von 400Mb wurde nun bei gleichem Preis auf eine unlimitierte Flatrate hochgesetzt.
Bisher hat meine Mutter immer noch etwas Respekt vor dem Gerät. Obwohl ich alles mehrmals erklärt habe, bekomme ich immer wieder Anrufe, wie dies und jenes funktioniert. Es bleibt abzuwarten, ob sie sich langfristig mit dem Gerät anfreudet und wie sinnvoll sich das Ipad für sie erweisen wird. Dank einiger guter Apps, kann sie ihre Aktienkurse nun in Echzeit verfolgen, den Zugang zum Onlinebanking werden wir noch einrichten müssen. Auch einige ihrer Lieblingsspiele, die sie noch vom Gameboy oder sogar Sega Gamegear kennt, werden sie hoffentlich öfter ans Ipad locken können. Ich kann ihr nun auch mal guten Gewissens einen interessanten Link schicken, ohne befürchten zu müssen, dass sie sich überfordert fühlt.
Ich hätte natürlich auch ein Tablet eines anderen Herstellers kaufen können, z.B. ein Galaxy Tab von Samsung, das mir persönlich sogar mehr zugesagt hätte, aber selbst mir erscheint die Oberfläche von Android manchmal etwas wirr, und da meine Mutter bereits das Handling vom Iphone her kennt und alles so einfach wie möglich sein sollte, ist ein Ipad logischerweise die beste Alternative.
Bose Computer MusicMonitor vs. Soundlink Wireless Mobile - Fight!
Aufgrund des hohen Preises habe ich einen Kauf eigentlich nie erwogen, denn ich hatte für ein Lautsprechersystem, das zwar extrem kompakt war und auch gut klang, jedoch nur via Netzgerät zu betreiben, keinerlei Verwendung. Ich war nur immer wieder von neuem fasziniert die Lautsprecher zu hören, wenn sie mal in einem Elektromarkt ausgestellt waren und ich sie ausprobieren konnte. Schließlich bin ich doch schwach geworden, als ich günstig auf Ebay ein beinahe nagelneues Set ersteigern konnte.
Mittlerweile verbringe ich die meiste Zeit des Tages im Büro und höre gerne nebenbei Internetradio, wenn auch leise, um meine Kollegen nicht zu stören. Manchmal werden die Abende lang, und es kommt auch vor, dass man vor dringenden Projektabgaben auch mal die Nacht im Büro verbringt. In solchen Situationen ist es ganz hilfreich, wenn man musikalische Untermalung hat, um nicht völlig wegzupennen, da müssen die Lautsprecher dann sogar etwas höhere Lautstärken vertragen.
Mein bisher dafür eingesetzter Lautsprecher, die Thinkoutside Boomtube hat mich irgendwann nicht mehr zufriedengestellt. Zu unausgewogen war der Klang insgesamt, sowohl bei leisen als auch bei hohen Lautstärken, konnte mich die Boomtube nicht überzeugen.
Seit ich die Musicmonitors habe, macht Musikhören im Büro viel mehr Spaß als sonst.
Obwohl die MusicMonitors in eine ganz andere Sparte fallen als der erst kürzlich vorgestellte Soundlink Wireless Mobile Speaker von Bose, will ich beide trotzdem gegenüberstellen, da beide nicht nur im Bezug zur Größe, sondern auch vom akustischen Aufbau vergleichbar sind: Beide verwenden Bose's patentierte gegenüberliegende Doppel-Passivradiatoren, die in dieser Form erstmals im MusicMonitor zum Einsatz kamen. Wie gut dieser akustische "Trick" funktioniert, wird mir immer wieder dann bewusst, wenn Leute nach einem Subwoofer fragen, wenn sie die MusicMonitors das erste mal hören.
Passivradiatoren gibt es nicht erst seit Bose, aber Bose setzt diese offenbar gewieft genug ein, und stimmt sie auch auf die Gegebenheiten perfekt ab, um die akustischen Limits von kleinen Lautsprechern zu strecken und zu beugen. Dass die Passivmembranen doppelt verbaut werden, hat nicht nur den Zweck der Maximierung von Membranfläche, sondern auch der Minimierung von Vibrationen. Da Passivmembranen mittels zusätzlicher Masse auf eine bestimmte Frequenz gestimmt werden müssen, erzeugen sie im Vergleich zu normalen Lautsprechermembranen aufgrund ihrer Trägheit auch extreme Vibrationen. Weil bei Bose beide Membranen entgegengesetzt arbeiten, löschen sich die Vibrationen gegenseitig aus, und das Gehäuse neigt nicht dazu auf dem Tisch rumzutanzen.
Zusätzlich garantiert Bose's DSP Klangbearbeitung perfekten Klang bei jeder Lautstärke. Die MusicMonitors können extrem laut spielen, ohne dass die Klangqualität hörbar auseinanderfällt. Natürlich wird bei höheren Lautstärken der Bass leicht zurückgefahren, und Pegelspitzen etwas komprimiert, aber der Klang hält sich immer in Waage und bleibt intakt, wo manch andere Box nur noch kratzt und knackst. Auch bei niedrigen Lautstärken wird der Klang optimiert, und man hat auch bei sehr leiser Musik genügend Bass, damit Musikhören dennoch Spaß macht. Ein gewisses Bassvolumen muss einfach vorhanden sein, damit Musik genug Power hat, um Spass zu machen.
Mein größter Wunsch war immer eine portable Version der MusicMonitors, mit Akku- bzw. Batteriebetrieb. Ein einzelner Lautsprecher ist kaum größer als eine Coladose und könnte durchaus die Funktion eines portablen Monolautsprechers oder sogar Radios übernehmen, ähnlich einem Tivoli PAL, bloß mit einem viel volleren, lauteren Klang. Für Stereobetrieb würde man beide Lautsprecher benötigen, wobei hier sogar kabelloser Betrieb vorstellbar wäre. Mit einem einzelnen Lautsprecher bleibt man so kompakt wie möglich und hat eben nur Monoklang, zwei Lautsprecher verbinden sich automatisch (per Funk, Bluetooth etc) zu einem kleinen Stereosystem. Für den Transport oder zum Laden, könnten sich beide Lautsprecher magnetisch aneinanderdocken. Sie wären sogar mit Netzgerät immer noch deutlich kleiner als so manche Boombox, und würden trotzdem einen besseren Klang liefern.
Leider hat Bose das Potential der MusicMonitors nie selbst erkannt. Obwohl es eine batteriebetriebene Version für den japanischen Markt mit dem Namen M3 (MicroMusicMonitors) gab, kam dieses Modell nie auf den westlichen Markt und wurde bald auch in Japan zu einer Rarität. Gerüchte sagen dem M3 sogar eine bessere Klangqualität als dem offiziellen Nachfolger "M2" nach, der später in "ComputerMusicMonitor" umgetauft wurde. Der M3 benötigte 4xAA Batterien und spielte dann nur mit einem Bruchteil der Leistung, wobei ich nirgendwo Angaben zur Batterielaufzeit gefunden habe, genauso wenig wie Aussagen zur Klangqualität und maximaler Lautstärke bei Batteriebetrieb verglichen mit Netzbetrieb. Auf Anfrage bei Bose, hat dann ein Mitarbeiter selbst zugegeben, dass die Lautsprecher bei Batteriebetrieb zu schwach waren, und man dieses Feature deshalb wieder verworfen hat.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch starke Li-Ion Akkus, die bei entsprechender Opimierung der Verstärkerschaltungen und einer leichten Vergrößerung des Gehäuses durchaus genügend Leistung zum Betrieb unterwegs bereitstellen müssten.
Als der Markt für kompakte portable Lautsprecher in den letzten Jahren rapide angewachsen ist, hat Bose sich für ein gänzlich neues Produkt entschieden, um hier mitmischen zu können. Herausgekommen ist der Soundlink Wirelss Mobile Speaker, der eher an einen geschrumpften Sounddock ohne Dock erinnert als an die MusicMonitors.
Trotzdem tragen beide Lautsprecher die unverwechselbare Handschrift von Bose. Das Design wiederholt sich und zusammengestellt könnte man das ganze sogar für ein Komplettset halten.
Sogar vom Gehäusevolumen unterscheiden sich beide nur marginal. Beide MusicMonitors zusammen haben etwa 1,3 Liter, der Soundlink hat etwa 1,4l Volumen, wobei hier natürlich der Akku weggerechnet werden müsste. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil, dass die Gehäusetiefe um die Hälfte schmäler ist, und er dadurch auch leichter zu verstauen ist, trotz der größeren Front.
Doch wie unterscheiden sich beide klanglich. Welcher Lautsprecher klingt besser, lauter...?
Ein Punkt wo die MusicMonitors den Soundlink in Grund und Boden stampfen, ist die Stereoabbildung. Durch die Tatsache, dass beide Lautsprecher frei aufstellbar sind und sich der Abstand auf die Hörposition perfekt abstimmen lässt, klingen die MusicMonitors bei optimaler Aufstellung extrem breit. Der Soundlink klingt trotz eigener Lautsprecher für den Links- und Rechtskanal einfach monophon, egal wie gut man ihn aufstellt. Man muss ihn sich schon direkt an die Nase halten, um ein Stereobild überhaupt zu erahnen. Es gibt zwar inzwischen verschiedene Methoden, um auch aus punktuellen Klangquellen eine überzeugende Stereobühne zu zaubern. Mit dem "Liveaudio"-Update setzt zwischenzeitlich auch Jawbone bei der Jambox auf relativ starke Phasenverdrehungen, um den Stereoeffekt künstlich zu erweitern. Der Soundlink macht nichts von all dem, keinerlei Tricks und keine Special EFX. Aus dem Grund klingt er auch eher nach mono, als nach stereo.
Eine realistische Stereoabbildung ist vielleicht nicht der Sinn eines portablen Lautsprechers, aber alleine dadurch ist er als gelegentlicher Lautsprecher für zuhause nicht wirklich geeignet. Es fehlt ganz einfach das Stereobild. Man kann dem Soundlink mit besagten Effekten etwas auf die Sprünge helfen, aber auch bei extremster Einstellung von SRS WOW wird der Klang nur marginal breiter, obwohl man da bereits mit zusätzlichen Artefakten aufgrund der Klangbearbeitung rechnen muss.
Weiters fällt die unterschiedliche Klangabstimmung beider Lautsprecher auf. Der MusicMonitor reicht im Bass tiefer. Er spielt bis 60 Hz hinab und mit leichtem Abfall sogar bis 55-54 Hz. Beim Soundlink tut sich unterhalb von 60hz kaum noch was, hier ist bereits ab 65 Hz ein starker Abfall bemerkbar. Dafür ist der Bass vom Soundlink im oberen Bereich etwas wuchtiger abgestimmt, er klingt wummiger und insgesamt dumpfer, der MusicMonitor hingegen weicher und nicht ganz so aufgebläht. Die Bassabstimmung vom Sounlink ist vor allem im Freien von Vorteil, da sich so der lautere Bass auch bei lauter Umgebung gut durchsetzen kann. In kleinen Räumen klingt der Sounlink zu übertrieben im Bassbereich, vor allem bei leisen Lautstärken.
Auch bei den Höhen ist der MusicMonitor stimmiger. Er gehört zwar auch nicht zu den klarsten Lautsprechern, die ich kenne, aber über das gesamte Frequenzspektrum ist der Klang dennoch rund und stimmig. Der Soundlink klingt im Höhenbereich gedämpfter und strahlt die Höhen auch gerichteter ab als der MusicMonitor. Man muss den Soundlink wirklich genau auf die Ohren ausrichten um eine optimale Höhenabstrahlung zu erhalten, steht er zu niedrig oder zu hoch, klingen die Höhen zu stark gedämpft.
Interessant auch die maximale Lautstärke, die ebenfalls an den MusicMonitor geht. Er kann lauter spielen als der Soundlink und verzerrt bei hohen Lautstärken auch nicht. Der Unterschied in der Lautstärke ist jedoch nicht gewaltig, aber dennoch bemerkbar.
Verarbeitung und Qualität ist bei beiden Lautsprechern top, wobei der MusicMonitor durch das komplette Aluminumgehäuse doch einen etwas wertigeren Eindruck hinterlässt.
Klanglich überzeugt der MusicMonitor mehr, da er insgesamt ein natürlicheres Bild liefert und vor allem aufgrund der guten Stereotrennung auch für "ernsthaftes" Musikhören geeigneter erscheint. Der Soundlink hat natürlich den Vorteil des Akkubetriebs, sowie kabelloser Wiedergabe. Er beeindruckt wiederum vor allem im Freien mit seiner Basswucht, die auch noch von der Ferne gut hörbar ist. Im Freien habe ich noch keinen besser klingenden kompakten Lautsprecher gehört.
Etwas schade finde ich, dass Bose es nicht geschafft hat, den Soundlink klanglich ähnlich fein wie den MusicMonitor abzustimmen. In kleinen Räumen klingt der Soundlink einfach zu wummig, und man muss gegebenfalls mit einem Equalizer nachhelfen, um ihn klanglich anzupassen, auch die Art der Aufstellung ist wichtiger als beim MusicMonitor.
Beide Lautsprecher kosten gleich viel, aber beide haben auch ihren eigenen speziellen Einsatzzweck, weshalb auch beide meine volle Empfehlung erhalten. Wer keinen Akkubetrieb benötigt, jedoch dennoch möglichst kleine gutklingende Lautsprecher möchte, dem sei auf jeden Fall der MusicMonitor ans Herz gelegt. Wer jedoch unterwegs und auch im Freien Musik in hoher Qualität genießen will, der wird keine bessere Alternative als den Soundlink finden. Der Sounddock portable ist in den meisten Fällen bereits zu groß. Noch kleinere Lautsprecher wie z.B. Jambox etc. können sich draussen hingegen kaum behaupten, da ihnen die nötige Power fehlt, und sie im Bassbereich nicht genügend Druck erzeugen.
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Monday, October 24, 2011
Equalizer Special EFX
Equalizer waren bei Apple immer schon Mist! Auf allen i-Devices bietet Apple nur die gleichen vorgefertigten Presets an, ohne jegliche Konfigurationsmöglichkeit. Zusätzlich haben bei älteren Ipod-Modellen gewisse Presets das Signal sogar verzerrt. "Bassbooster" zb, war bis IOS4 auf keinem Iphone oder Ipod Touch zumutbar, da die Lieder dann nur noch kratzten. Apple, sowie Fans haben sich immer wieder darauf ausgeredet, dass dies normal sei und am beschränkten digitalen Headroom läge, wobei ich dann nie verstanden habe, warum die Equalizer von anderen Playern nie irgendwelche Verzerrungsprobleme gezeigt haben.
Ab IOS4 hat Apple (wohl aufgrund von all den Beschwerden) plötzlich die EQ-Algorithmen angepasst. Beim Bassboosterpreset wird nun der Pegel automatisch zurückgefahren, was bei Apple jedoch eher so klingt, als würde nicht der Bass angehoben, sondern die Höhen runtergeregelt. Bassbooster klingt in meinen Ohren eher wie ein Treblereducer und ist auch wahrscheinlich die Art, wie Apple die neuen Presets aufgebaut hat. Das eine ist ein "Gain" und erhöht eben die Bässe, wobei das andere (ähnlich eines Attenuators) eher all die restlichen Frequenzen reduziert, am Basslevel selbst ändert sich nichts. Im Grunde sollten beide eigentlich gleich klingen, wenn die Pegel angepasst werden, tun sie aber nicht, denn Apple's Bassbooster klingt eindeutig dumpfer, wodurch er für meine Ohren einem Fake entspricht.
Ich habe schon etliche verschiedene MP3-Player besessen, vor allem die Equalizer von Cowon Geräten waren sehr gut und klangen auch so, wie in diversen Tests bestätigt wurde. Außer dem üblichen MehrbandEQ, gab es teilweise auch BBE-Effekte, aber auch Mach3Bass und etliches andere, um dem Freak alle gewünschten Tweakingmöglichkeiten zu bieten. Interessanterweise haben meine Cowon Geräte selbst bei maximaler Angebung aller Bassfrequenzen, sowie dem Zuschalten von Mach3Bass nie verzerrt, der Klang war zwar nur noch ein Wummern und Brummen, aber verzerrt hat nie was. Deshalb verstehe ich nicht, warum das bei Apple so schwer bis unmöglich ist, ansprechende Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung zu erhalten.
Viele ältere Player (z.B. von Iriver) hatten sogar parametrische Equalizer an Bord, bei denen sowohl die Frequenz als auch Flankensteilheit pro Band einstellbar waren. Bei Apple hingegen gibt es seit dem Bestehen des Ipods, der gestern sein 10jährigen Jubiläum gefeiert hat, immer noch die selben starren Presets, die auf dem Ipod Classic nach wie vor verzerren und nie korrigiert wurden. Vielleicht glaubt man bei Apple, dass Equalizer "böse" sind, oder dass Apple-Benutzer zu doof wären, Equalizer selbst zu bedienen, viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass Apple sie einfach als zu unwichtig ansieht, um sie überhaupt zu erwägen.
Aber dass eine Klangregelung durchaus eine Berechtigung hat, beweisen Hifi-Lautsprecher wie B&W, die dem Zeppelin eine eigene Bassregelung spendiert haben, um etwaige Resonanzprobleme bei schlechter Aufstellung korrigieren zu können.
Kaum ein Lautsprecher ist wirklich perfekt, aber um den Klang eines Kopfhörers oder Lautsprechers an die eigenen Hörgewohnheiten anzupassen, reicht es oft eine gewisse Frequenz anzuheben bzw. abzusenken, und schon wird aus einer dumpfen Schuhschachtel, ein angenehm transparenter Klang.
Dank Appstore sind in der Zwischenzeit etliche EQ-Apps erschienen, die es erlauben am Iphone, Ipad oder Ipod-Touch eigene Klangeinstellungen durchzuführen. Leider haben diese Apps einen großen Nachteil, denn sie sind alle als eigenständige Musikplayer gedacht, die die eigentliche Ipod-App erstetzen sollen. Es gibt keine App (wohl auch aufgrund von Apple's kuriosen Restriktionen), die als einfacher EQ auf die gesamte Summe wirken würde, womit dann jede App, die Töne ausgibt automatisch auch in den Genuss der Klangbearbeitung kommen würde. Man könnte das ganze als Plugin-Interface ausführen, in das sich gewisse Apps einklinken könnten und eben die Soundausgabe des Geräts als ganzes beeinflussen. Es müssen nicht nur EQs sein, auch andere Klangeffekte wären durchaus vorstellbar, ein Kompressor, ein Exciter, Delay, Hall..., die alle dank des Multitaskings durchaus im Hintergrund laufen könnten.
Leider erlaubt Apple das nicht und wird es wahrscheinlich auch nie tun, sodass man auf die bestehenden Apps angewiesen ist, die dann zwar auf die interne Musikbibliothek zugreifen dürfen (abgesehen von DRM geschützten Titeln) und mit eigenen Effekten abspielen können, jedoch hat jede App wieder ein anderes gewöhnungsbedürftiges Interface, das ich zur reinen Musikwiedergabe nur ungern verwenden würde, auch wenn die angebotenen Klangeffekte durchaus beeindruckend sein mögen.
Eine App, die klanglich begeistert, jedoch von der Bedienung eher frustriert, ist MyTunes der Firma SRS Labs, die auch für die bekannten WOW-Effekte zuständig ist. Die App selbst ist leider ein schlechter Witz. Sie stürzt oft ab, die Musikwiedergabe hakt, es gibt immer wieder Unterbrechungen sobald man den Sperrbildschirm aktiviert, das Interface ist teilweise ruckelig und stört gleichzeitig auch die Wiedergabe. Die Listenansicht der Musik ist ziemlich spartanisch und wird ohne Albumcover angezeigt, Coverflow oder ähnliches ist nicht vorhanden. Was bei MyTunes jedoch besticht ist eben der WOW-Effekt, der je nach Einstellungen ziemlich drastische Klangänderungen ermöglicht. Obwohl MyTunes auch einen eigenen "normalen" Equalizer zu bieten hat, ist es eher der WOW-Effekt, der eine Erwähnung verdient. Auf den psychoakustischen Algorithmen wie SRS3D oder Truebass beruhend, gaukelt WOW einem Hörer eine breitere Klangbühne, mehr Bass und mehr Höhen vor, was sich in einem insgesamt dynamischeren Klangbild wiederspiegelt. Kleine Lautsprecher klingen plötzlich "gross" und bei dezenten Einstellungen hört man durchaus eine Verbesserung. Die Stereoverbreiterung ist nicht ganz unproblematisch, da hier nicht nur hochfrequente Anteile mitangehoben werden, sondern auch im Hintergrund verdeckte Klanganteile plötzlich in den Vordergrund treten können, was mit der originalen Abmischung im Endeffekt nichts mehr zu tun hat. Jeder audiophile Hörer wird solch eine Klangbearbeitung von Grund auf verteufeln, ich hingegen finde, dass bei kompromissbehafteten Abhöranlagen, wie z.B. kleinen Lautsprechern, leisen Lautstärken etc, das Ergebnis einer derartigen Klangformung durchaus überzeugend sein kann. Mit eigens abgestimmten WOW-Einstellungen konnte ich dem Minilautsprecher "FoxL" von Soundmatters durchaus zu etwas mehr "Kick" verhelfen, beim Wegschalten des Effekts klang er plötzlich wie eine billige Dose. Das Ohr gewöhnt sich auch sehr schnell an den Effekt und empfindet die Musik als angenehmer, druckvoller, lauter.
Es bleibt zu hoffen, dass MyTunes einem baldigen Update unterzogen wird. Die App ist gratis im Appstore zu laden und bietet pro Tag 10 Minuten Nutzungsdauer für die WOW-Effekte. Die Nutzungsdauer addiert sich, sodass man bei mehreren Tagen Nichtbenutzung auf einige Stunden Experimentieren kommen kann. Das Freischalten der Effekte geschieht mittels In-App Kauf und kostet 3,99 Euro.
Eine andere schon eher empfehlenswerte App ist Equalizer von Audioforge. Equalizer war laut Entwickler die erste im Appstorte verfügbare Equalizer-App überhaupt. Ursprünglich zum nachträglichen Bearbeiten von einzelnen importierten Audiodateien gedacht, unterstützt die App seit IOS4 die Bearbeitung von Audio "on the fly" und kann direkt auf die am Gerät gespeicherte Musikbibliothek zugreifen und sie mit dem EQ bearbeitet live abspielen.
Beim Equalizer handelt es sich um einen vollparametrischen 7-Band EQ (4 Bänder bei älteren Iphones). Eigene Presets können gespeichert werden, wobei 10 Speicher vorhanden sind. Die App selbst ist schön designed und gibt auch als Musikapp durchaus was her. Die Musikauswahl ist relativ intuitiv, wobei für meinen Geschmack das Listenfenster etwas zu klein geraten ist. Die Titelreihenfolge lässt sich auch während des Abspielens ändern und bei Coveransicht lässt sich ganz schnell mit einem Swipe nach rechts zum nächsten Titel springen.
Das tolle an Equalizer ist, dass man wirklich gezielt den Klang nach eigenen Wünschen beeinflussen kann.
Obwohl ich den Bose Soundlink sehr mag, ist mir persönlich der Bass etwas zu wummig abgestimmt, gleichzeitig gehen die Höhen unter, wodurch ich das Gerät zuhause selten benutze. Doch mit Equalizer lässt sich das Problem perfekt in den Griff kriegen, ohne andere Artefakte wie z.B. bei den SRS WOW-Effekten in Kauf nehmen zu müssen. Mit einer gezielten Absenkung des Bereichs zwischen 150-200hz und einer gleichzeitigen Angebung ab 16khz lässt sich der Bose Soundlink sehr schön feintunen und erhält vor allem in Innenräumen einen deutlich angenehmeren, weichen Klang. Draussen hingegen ist der übertriebene Bass durchaus von Vorteil, da sich der Klang vom Soundlink so auch im Freien sehr gut entfalten kann.
Eine MyTunes ähnliche auf psychoakustischen Effekten aufgebaute App ist Bongiovi DPS. Auch hier handelt es sich um einen durchaus ernst zu nehmenden Musikabspieler, der durch zusätzliche von Bongiovi Acoustics angefertige "Soundprofile" einen eindrucksvolleren Klang zaubern soll. Die Profile bearbeiten den Klang nicht nur frequenzmäßig, sondern lassen auch eine Dynamikbearbeitung (Kompression, Limiting) sowie dezente Stereoverbreiterung erahnen. Die Profile sind je nach Art der Audioausgabe (Kopfhörerausgang, Dock, Airplay, Bluetooth oder interner Lautsprecher) gesondert zuweisbar und nach Städten benannt. Im Gratispaket sind nur einige wenige Presets vorhanden, zusätzliche Profile muss man kaufen. Bei kleinen Lautsprechern wie dem FoxL finde ich, dass das "Toledo" Profil durchaus eine Verbesserung bringt. Der Klang wird nicht nur präsenter und druckvoller, sondern auch lauter, im Gegensatz zu Apple's Presets, bei welchen der Maximalpegel vielfach deutlich gesenkt wird.
Übrigens ist Tony Bongiovi, der Director der Firma Bongiovi Acoustics, ein entfernter Cousin von Bon Jovi. Bongiovi Acoustics' Klangalgorithmen werden auch bei vielen Produkten von iHome eingesetzt.
Obwohl es bis dato keine perfekte Equalizer App fürs Iphone gibt, regen die verfügbaren Apps durchaus zum Experimentieren an. Es muss jeder für sich entscheiden, welche App ihm am besten zusagt, alle Apps sind jedoch als eigenständige mehr oder weniger gute Ipod-Apps zu sehen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass Apple früher oder später eine echte Audiobearbeitung der Stereosumme zulassen wird, jetzt wo nach vielen Jahren Gefängnis einiges vielleicht lockerer in dem Laden werden könnte...
Ab IOS4 hat Apple (wohl aufgrund von all den Beschwerden) plötzlich die EQ-Algorithmen angepasst. Beim Bassboosterpreset wird nun der Pegel automatisch zurückgefahren, was bei Apple jedoch eher so klingt, als würde nicht der Bass angehoben, sondern die Höhen runtergeregelt. Bassbooster klingt in meinen Ohren eher wie ein Treblereducer und ist auch wahrscheinlich die Art, wie Apple die neuen Presets aufgebaut hat. Das eine ist ein "Gain" und erhöht eben die Bässe, wobei das andere (ähnlich eines Attenuators) eher all die restlichen Frequenzen reduziert, am Basslevel selbst ändert sich nichts. Im Grunde sollten beide eigentlich gleich klingen, wenn die Pegel angepasst werden, tun sie aber nicht, denn Apple's Bassbooster klingt eindeutig dumpfer, wodurch er für meine Ohren einem Fake entspricht.
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| "echter" Bassboost |
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| "gefakter" Bassboost bei Apple |
Ich habe schon etliche verschiedene MP3-Player besessen, vor allem die Equalizer von Cowon Geräten waren sehr gut und klangen auch so, wie in diversen Tests bestätigt wurde. Außer dem üblichen MehrbandEQ, gab es teilweise auch BBE-Effekte, aber auch Mach3Bass und etliches andere, um dem Freak alle gewünschten Tweakingmöglichkeiten zu bieten. Interessanterweise haben meine Cowon Geräte selbst bei maximaler Angebung aller Bassfrequenzen, sowie dem Zuschalten von Mach3Bass nie verzerrt, der Klang war zwar nur noch ein Wummern und Brummen, aber verzerrt hat nie was. Deshalb verstehe ich nicht, warum das bei Apple so schwer bis unmöglich ist, ansprechende Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung zu erhalten.
Viele ältere Player (z.B. von Iriver) hatten sogar parametrische Equalizer an Bord, bei denen sowohl die Frequenz als auch Flankensteilheit pro Band einstellbar waren. Bei Apple hingegen gibt es seit dem Bestehen des Ipods, der gestern sein 10jährigen Jubiläum gefeiert hat, immer noch die selben starren Presets, die auf dem Ipod Classic nach wie vor verzerren und nie korrigiert wurden. Vielleicht glaubt man bei Apple, dass Equalizer "böse" sind, oder dass Apple-Benutzer zu doof wären, Equalizer selbst zu bedienen, viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass Apple sie einfach als zu unwichtig ansieht, um sie überhaupt zu erwägen.
Aber dass eine Klangregelung durchaus eine Berechtigung hat, beweisen Hifi-Lautsprecher wie B&W, die dem Zeppelin eine eigene Bassregelung spendiert haben, um etwaige Resonanzprobleme bei schlechter Aufstellung korrigieren zu können.
Kaum ein Lautsprecher ist wirklich perfekt, aber um den Klang eines Kopfhörers oder Lautsprechers an die eigenen Hörgewohnheiten anzupassen, reicht es oft eine gewisse Frequenz anzuheben bzw. abzusenken, und schon wird aus einer dumpfen Schuhschachtel, ein angenehm transparenter Klang.
Dank Appstore sind in der Zwischenzeit etliche EQ-Apps erschienen, die es erlauben am Iphone, Ipad oder Ipod-Touch eigene Klangeinstellungen durchzuführen. Leider haben diese Apps einen großen Nachteil, denn sie sind alle als eigenständige Musikplayer gedacht, die die eigentliche Ipod-App erstetzen sollen. Es gibt keine App (wohl auch aufgrund von Apple's kuriosen Restriktionen), die als einfacher EQ auf die gesamte Summe wirken würde, womit dann jede App, die Töne ausgibt automatisch auch in den Genuss der Klangbearbeitung kommen würde. Man könnte das ganze als Plugin-Interface ausführen, in das sich gewisse Apps einklinken könnten und eben die Soundausgabe des Geräts als ganzes beeinflussen. Es müssen nicht nur EQs sein, auch andere Klangeffekte wären durchaus vorstellbar, ein Kompressor, ein Exciter, Delay, Hall..., die alle dank des Multitaskings durchaus im Hintergrund laufen könnten.
Leider erlaubt Apple das nicht und wird es wahrscheinlich auch nie tun, sodass man auf die bestehenden Apps angewiesen ist, die dann zwar auf die interne Musikbibliothek zugreifen dürfen (abgesehen von DRM geschützten Titeln) und mit eigenen Effekten abspielen können, jedoch hat jede App wieder ein anderes gewöhnungsbedürftiges Interface, das ich zur reinen Musikwiedergabe nur ungern verwenden würde, auch wenn die angebotenen Klangeffekte durchaus beeindruckend sein mögen.
| optimale Einstellungen für den FoxL |
Es bleibt zu hoffen, dass MyTunes einem baldigen Update unterzogen wird. Die App ist gratis im Appstore zu laden und bietet pro Tag 10 Minuten Nutzungsdauer für die WOW-Effekte. Die Nutzungsdauer addiert sich, sodass man bei mehreren Tagen Nichtbenutzung auf einige Stunden Experimentieren kommen kann. Das Freischalten der Effekte geschieht mittels In-App Kauf und kostet 3,99 Euro.
| optimale Einstellungen für Bose Soundlink |
Beim Equalizer handelt es sich um einen vollparametrischen 7-Band EQ (4 Bänder bei älteren Iphones). Eigene Presets können gespeichert werden, wobei 10 Speicher vorhanden sind. Die App selbst ist schön designed und gibt auch als Musikapp durchaus was her. Die Musikauswahl ist relativ intuitiv, wobei für meinen Geschmack das Listenfenster etwas zu klein geraten ist. Die Titelreihenfolge lässt sich auch während des Abspielens ändern und bei Coveransicht lässt sich ganz schnell mit einem Swipe nach rechts zum nächsten Titel springen.
Das tolle an Equalizer ist, dass man wirklich gezielt den Klang nach eigenen Wünschen beeinflussen kann.
Obwohl ich den Bose Soundlink sehr mag, ist mir persönlich der Bass etwas zu wummig abgestimmt, gleichzeitig gehen die Höhen unter, wodurch ich das Gerät zuhause selten benutze. Doch mit Equalizer lässt sich das Problem perfekt in den Griff kriegen, ohne andere Artefakte wie z.B. bei den SRS WOW-Effekten in Kauf nehmen zu müssen. Mit einer gezielten Absenkung des Bereichs zwischen 150-200hz und einer gleichzeitigen Angebung ab 16khz lässt sich der Bose Soundlink sehr schön feintunen und erhält vor allem in Innenräumen einen deutlich angenehmeren, weichen Klang. Draussen hingegen ist der übertriebene Bass durchaus von Vorteil, da sich der Klang vom Soundlink so auch im Freien sehr gut entfalten kann.
Eine MyTunes ähnliche auf psychoakustischen Effekten aufgebaute App ist Bongiovi DPS. Auch hier handelt es sich um einen durchaus ernst zu nehmenden Musikabspieler, der durch zusätzliche von Bongiovi Acoustics angefertige "Soundprofile" einen eindrucksvolleren Klang zaubern soll. Die Profile bearbeiten den Klang nicht nur frequenzmäßig, sondern lassen auch eine Dynamikbearbeitung (Kompression, Limiting) sowie dezente Stereoverbreiterung erahnen. Die Profile sind je nach Art der Audioausgabe (Kopfhörerausgang, Dock, Airplay, Bluetooth oder interner Lautsprecher) gesondert zuweisbar und nach Städten benannt. Im Gratispaket sind nur einige wenige Presets vorhanden, zusätzliche Profile muss man kaufen. Bei kleinen Lautsprechern wie dem FoxL finde ich, dass das "Toledo" Profil durchaus eine Verbesserung bringt. Der Klang wird nicht nur präsenter und druckvoller, sondern auch lauter, im Gegensatz zu Apple's Presets, bei welchen der Maximalpegel vielfach deutlich gesenkt wird.
Übrigens ist Tony Bongiovi, der Director der Firma Bongiovi Acoustics, ein entfernter Cousin von Bon Jovi. Bongiovi Acoustics' Klangalgorithmen werden auch bei vielen Produkten von iHome eingesetzt.
Obwohl es bis dato keine perfekte Equalizer App fürs Iphone gibt, regen die verfügbaren Apps durchaus zum Experimentieren an. Es muss jeder für sich entscheiden, welche App ihm am besten zusagt, alle Apps sind jedoch als eigenständige mehr oder weniger gute Ipod-Apps zu sehen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass Apple früher oder später eine echte Audiobearbeitung der Stereosumme zulassen wird, jetzt wo nach vielen Jahren Gefängnis einiges vielleicht lockerer in dem Laden werden könnte...
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DIES&DAS
Monday, October 10, 2011
iTunes - nein danke,... Pwntunes!
Ich habe mich lange Zeit vor Apple-Geräten gewehrt. Mein erstes Apple-Gerät war ein Ipod Touch der ersten Generation, davor nutzte ich hauptsächlich Mp3-Player von Cowon, die mir alle Freiheiten ließen, wie ich meine Musik zu verwalten habe und von wo. Sie waren als ganz normale externe Laufwerke von jedem Rechner aus ansprechbar, von wo ich auch ohne Umwege meine Musik raufkopieren konnte.
Meine Musik war damals größtenteils von meinen eigenen CDs als Ogg Vorbis gerippt, oder von Freunden "geschenkt" usw, Tauschbörsen waren zu der Zeit noch nicht so verbreitet.
Dementsprechend chaotisch war natürlich meine Musikverwaltung, geht man von Id3 Tags aus, aber ich selbst hatte die Musik nach meinen eigenen Kriterien und Ordnern logisch verwaltet und scherte mich nicht um etwaige Tags. Grob hatte ich als oberste Stufe einige Genres-Ordner wie zb. AcidJazz, Fusion-Smoothjazz, House, Electronic, RnB-Pop, etc... in die ich dann nach Künstler meine Alben verteilte.
Das funktionierte ganz gut, bis Itunes. Mit dem Ipod Touch leider wurde nämlich auch ich schließlich dem Itunes-Zwang unterworfen, und obwohl ich mir vorgenommen habe meine ganze Sammlung sauber umzutaggen und in Itunes abzulegen, ist es mir bis heute nicht gelungen mich mit dem System anzufreunden. Das liegt nicht am Tagging selbst, sondern ganz einfach an Itunes. Das Programm ist auf Windows-Rechnern extrem schlecht programmiert, läuft lahmarschig und instabil und kontert oft mit Fehlermeldungen, die der Apple-Support selbst nicht kennt und nicht lösen kann.
Je größer meine Mediathek wurde, umso ärgerlicher wurden die Probleme mit iTunes. Entweder es konterte schon während des Betriebs mit Zugriffsschwierigkeiten auf die Mediathek, oder es motzte beim Start, dass die Mediathek korrupt sei und aus den parallel mitgespeicherten XML-Dateien importiert werden müsse, was überlicherweise 1-2 Stunden gedauert hat. Als dann Itunes sogar anfing bei eigenen Updates Fehlermeldungen auszupucken, und ein Update oft mehr als 1 Stunde gedauert hat, sich dann teilweise selbst nicht deinstallieren konnte, und ich lange in den Registries rumfummeln musste, um endlich wieder eine lauffähige Itunes Version zu haben, wurde mir das ganze zu blöd, und ich habe aufgehört meine ganzen inzwischen angesammelten Ipods und Iphones als Musikplayer zu verwenden. Einfach schnell mal ein neues Album aufs Iphone zu kopieren, artete oft in einem Geduldsspiel aus. Zuerst wollte Itunes nicht starten, weil wichtige Komponenten fehlten, dann startete es beim neuerlichen Versuch doch, aber wollte sich updaten, dann musste vom Iphone eine Sicherungskopie erstellt werden, dann alle Apps vom Iphone gesichert, dann fror während des Taggings vom neuen Album Itunes kurzerhand ein und blockierte das ganze System, dann musste das Iphone neu synchronisieren, und was üblicherweise keine 10 Sekunden dauert, dauerte plötzlich 1 Stunde und mehr.
Es kam sogar soweit, dass ich wieder meinen alten Iaudio M3 ohne eingebautes Display ausgegraben habe, da dieser so einfach handzuhaben war. Angesteckt, Musik raufkopiert, und losgehört, dafür aber eben keine Touchbedienung, keine Spielereien usw.
Meine Supportanfragen an Apple waren ziemlich erfolglos. Keiner wusste von diesem Problem, obwohl das Problem immer wieder in Appleforen auftaucht. Unbekannter Fehler (-1450). Die Lösungen reichten von Virusscanner deaktiveren, bis zu Systemleistung anpassen etc. Auch ich habe dann versucht die ganzen Itunes Ordner vom Virusscanner zu exludieren, was auch nichts gebracht hat. Immer wieder muss ich beten, dass Itunes startet, oder die Mediathek nicht als korrupt ansieht.
Meine Versuche mit alternativer Software wie Copytransmanager usw waren leider auch erfolglos, da bei diesen beim synchronisieren plötzlich die Hälfte der Lieder am Ipod verschwanden und Itunes selbst dann auch nicht mehr mit diesen Ipods synchronisieren wollte.
Ich war schon so verzweifelt, dass ich sogar mein altes Iphone auf ein Android-Handy upgraden wollte, um diesen ganzen Stress zukünftig zu vermeiden. Zwischenzeitlich habe ich dann aber Pwntunes entdeckt, das es mir erlaubt Musik vollkommen ohne Itunes oder andere Hilfssoftware aufs Iphone zu kopieren. Pwntunes verlangt zwar einen Jailbreak, aber da ich diesen bereits hatte, war das kein Problem.
Installiert man Pwntunes, wird das Iphone als Datenträger am Rechner erkannt und gibt einige Ordner vom Iphone zum direkten Zugriff frei. Zum einen handelt es sich um den Itunes Musikordner, sodass man auch auf die über Itunes kopierte Musik direkt zugreifen kann, und zwar nicht mit irgendwelchen kryptischen Dateinamen, sondern ganz normal Nach Interpret und Titel, zum anderen stellt Pwntunes einen eigenen Ordner mit MyMusic bereit, in welchen man alle Musik per Windows Explorer einfach hineinkopiert. Beim nächsten Start der Ipod-App wird diese Musik automatisch von Pwntunes importiert, was je nach Titelanzahl etwas dauern kann. Bei 1000 Titeln kann es schon mal bis zu einer halben Stunde dauern, bis Pwntunes alle Titel importiert hat, jedoch passiert das im Hintergrund und man kann das Iphone nebenher benutzen. Auf meinem alten Iphone der ersten Generation dauert der Importvorgang übrigens deutlich länger und dank fehlendem Multitasking ist das Iphone dann auch nicht ansprechbar.
Wenn die Tags passen, übernimmt Pwntunes größtenteils ganz normal die Tags von Interpret, Albumname, Titel und Titelnummer. Falls keine Tags vorhanden sind, orientiert sich Pwntunes nach den Ordnernamen.
Importiert man z.B. einen Überordner Namens "Funk" mit den Unterordnern "Nils Landgren - Funky Abba" und "Maceo Parker - Funkoverload" und den jeweiligen Titeln darin, dann erstellt Pwntunes eine Playlist mit dem Namen "Funk" und importiert die beiden Alben mit den jeweiligen Namen und fügt die Titel der Playlist "Funk" hinzu, während die Titel aus den Dateinamen übernommen werden.
Leider ist das ganze nicht ohne Macken. Wurde unter iOS 3.x auch der Genre-Tag automatisch importiert, falls vorhanden, geschieht das unter iOS4.x nicht mehr. Auch ist die Reihenfolge, in der die Titel in den Playlists erscheinen etwas willkürlich. Die Nummerierung passt jedoch in der Albenansicht, falls sie im Titelnamen richtig nummeriert wurde, bzw richtig getagged ist.
Eine weitere Besonderheit ist der automatische Import von Albumcovers. Ist im jeweiligen Albumordner auch eine Grafik mit dem Namen Cover.jpg vorhanden, wird diese automatisch allen Titeln in diesem Ordner zugewiesen, was ziemlich praktisch ist.
Das ganze funktioniert im Grunde ganz gut, und man muss nur selten ganze Alben neu importieren, falls irgendwas schief gelaufen ist, oder die Alben nicht das gewünschte Cover haben.
Ein zusätzlicher Vorteil von Pwntunes ist, dass auch auf die am Iphone gespeicherten Fotos direkt zugegriffen werden kann. Zusätzlich bieten die Entwickler eine weitere App Photoalbums+ an, mit der man Fotos direkt am Iphone ganz komfortabel organisieren kann, eigene Ordner erstellen und diese sogar per Passwort schützen etc.
Für mich jedenfalls ist Pwntunes sowie Photoalbums+ eine viel komfortablere Möglichkeit Musik und Photos von und auf mein Iphone zu kopieren. Höre ich im Büro auf Groove.fm einen Titel, der mir besonders gefällt, kann ich ihn auf Amazon gleich laden. Ich habe im Büro das Iphone an einem zusätzlichen Ladekabel am Rechner angehängt, und kann so den Titel gleich im Büro aufs Iphone kopieren und am Nachhauseweg hören, ist nicht genug Platz vorhanden, lösche ich einfach irgendein Album, das ich nicht mehr hören kann.
Früher habe ich mir alle interessanten Titel mühsam in die Notizen geschrieben, um sie zuhause zu laden. Aber am Abend hatte ich es vergessen, bis die Liste irgendwann elendslang und unübersichtlich wurde, und ich viele Titel gar nicht mehr zuordnen konnte.
Itunes verwende ich beinahe gar nicht mehr. In Verbindung mit Pwntunes ist Itunes auch eher eine Hürde, denn eine Synchronisation mit Itunes überschreibt nämlich die Einträge von Pwntunes, und alle Titel müssten so jedes mal neu importiert werden. Für jemanden, der die Synchronisierung unbedingt braucht, aufgrund von Kalendereinträgen etc. wäre Pwntunes vielleicht nicht die beste Lösung, aber auch da bietet Apple selbst mit iOS5 und deren Cloud die Lösung, womit dann auf eine Synchronisierung mit Itunes vollkommen verzichtet werden kann.
Im Moment arbeiten die Entwickler an einer Version für iOS5, aber bis für iOS5 kein offizieller Jailbreak verfügbar ist, und Pwntunes darauf lauffähig, bleibe ich bei meiner iOS4.3.3 Version und verzichte derweil auf Apple's Cloud usw.
Nachtrag: Leider funktioniert Pwntunes auf einem am WindowsXP-Rechner angeschlossenen Ipad2 nicht. Das Ipad wird als "Kamera" erkannt, jedoch lassen sich keine Dateien darauf ablegen. Ab Windows Vista und Windows 7 sollte das Problem nicht bestehen. Für Windows XP stellen die Programmierer einen XP-fix bereit, der das Problem für Iphone, Ipod Touch etc behebt, jedoch das Ipad leider nicht. Offenbar wird das Ipad2 nicht richtig von den Treibern erkannt. Ich habe bereits den Support kontaktiert, jedoch bisher noch ohne Lösungsvorschlag.
Pwntunes kann natürlich alle Titel importieren, die über IFile, oder ähnliches direkt auf das Ipad kopiert und in den richtigen Pwntunes Ordner abgelegt wurden. Komfortabler wäre es natürlich direkt über den Windows Explorer.
Meine Musik war damals größtenteils von meinen eigenen CDs als Ogg Vorbis gerippt, oder von Freunden "geschenkt" usw, Tauschbörsen waren zu der Zeit noch nicht so verbreitet.
Dementsprechend chaotisch war natürlich meine Musikverwaltung, geht man von Id3 Tags aus, aber ich selbst hatte die Musik nach meinen eigenen Kriterien und Ordnern logisch verwaltet und scherte mich nicht um etwaige Tags. Grob hatte ich als oberste Stufe einige Genres-Ordner wie zb. AcidJazz, Fusion-Smoothjazz, House, Electronic, RnB-Pop, etc... in die ich dann nach Künstler meine Alben verteilte.
Das funktionierte ganz gut, bis Itunes. Mit dem Ipod Touch leider wurde nämlich auch ich schließlich dem Itunes-Zwang unterworfen, und obwohl ich mir vorgenommen habe meine ganze Sammlung sauber umzutaggen und in Itunes abzulegen, ist es mir bis heute nicht gelungen mich mit dem System anzufreunden. Das liegt nicht am Tagging selbst, sondern ganz einfach an Itunes. Das Programm ist auf Windows-Rechnern extrem schlecht programmiert, läuft lahmarschig und instabil und kontert oft mit Fehlermeldungen, die der Apple-Support selbst nicht kennt und nicht lösen kann.
Es kam sogar soweit, dass ich wieder meinen alten Iaudio M3 ohne eingebautes Display ausgegraben habe, da dieser so einfach handzuhaben war. Angesteckt, Musik raufkopiert, und losgehört, dafür aber eben keine Touchbedienung, keine Spielereien usw.
Meine Supportanfragen an Apple waren ziemlich erfolglos. Keiner wusste von diesem Problem, obwohl das Problem immer wieder in Appleforen auftaucht. Unbekannter Fehler (-1450). Die Lösungen reichten von Virusscanner deaktiveren, bis zu Systemleistung anpassen etc. Auch ich habe dann versucht die ganzen Itunes Ordner vom Virusscanner zu exludieren, was auch nichts gebracht hat. Immer wieder muss ich beten, dass Itunes startet, oder die Mediathek nicht als korrupt ansieht.
Meine Versuche mit alternativer Software wie Copytransmanager usw waren leider auch erfolglos, da bei diesen beim synchronisieren plötzlich die Hälfte der Lieder am Ipod verschwanden und Itunes selbst dann auch nicht mehr mit diesen Ipods synchronisieren wollte.
Ich war schon so verzweifelt, dass ich sogar mein altes Iphone auf ein Android-Handy upgraden wollte, um diesen ganzen Stress zukünftig zu vermeiden. Zwischenzeitlich habe ich dann aber Pwntunes entdeckt, das es mir erlaubt Musik vollkommen ohne Itunes oder andere Hilfssoftware aufs Iphone zu kopieren. Pwntunes verlangt zwar einen Jailbreak, aber da ich diesen bereits hatte, war das kein Problem.
Installiert man Pwntunes, wird das Iphone als Datenträger am Rechner erkannt und gibt einige Ordner vom Iphone zum direkten Zugriff frei. Zum einen handelt es sich um den Itunes Musikordner, sodass man auch auf die über Itunes kopierte Musik direkt zugreifen kann, und zwar nicht mit irgendwelchen kryptischen Dateinamen, sondern ganz normal Nach Interpret und Titel, zum anderen stellt Pwntunes einen eigenen Ordner mit MyMusic bereit, in welchen man alle Musik per Windows Explorer einfach hineinkopiert. Beim nächsten Start der Ipod-App wird diese Musik automatisch von Pwntunes importiert, was je nach Titelanzahl etwas dauern kann. Bei 1000 Titeln kann es schon mal bis zu einer halben Stunde dauern, bis Pwntunes alle Titel importiert hat, jedoch passiert das im Hintergrund und man kann das Iphone nebenher benutzen. Auf meinem alten Iphone der ersten Generation dauert der Importvorgang übrigens deutlich länger und dank fehlendem Multitasking ist das Iphone dann auch nicht ansprechbar.
Wenn die Tags passen, übernimmt Pwntunes größtenteils ganz normal die Tags von Interpret, Albumname, Titel und Titelnummer. Falls keine Tags vorhanden sind, orientiert sich Pwntunes nach den Ordnernamen.
Importiert man z.B. einen Überordner Namens "Funk" mit den Unterordnern "Nils Landgren - Funky Abba" und "Maceo Parker - Funkoverload" und den jeweiligen Titeln darin, dann erstellt Pwntunes eine Playlist mit dem Namen "Funk" und importiert die beiden Alben mit den jeweiligen Namen und fügt die Titel der Playlist "Funk" hinzu, während die Titel aus den Dateinamen übernommen werden.
Leider ist das ganze nicht ohne Macken. Wurde unter iOS 3.x auch der Genre-Tag automatisch importiert, falls vorhanden, geschieht das unter iOS4.x nicht mehr. Auch ist die Reihenfolge, in der die Titel in den Playlists erscheinen etwas willkürlich. Die Nummerierung passt jedoch in der Albenansicht, falls sie im Titelnamen richtig nummeriert wurde, bzw richtig getagged ist.
Eine weitere Besonderheit ist der automatische Import von Albumcovers. Ist im jeweiligen Albumordner auch eine Grafik mit dem Namen Cover.jpg vorhanden, wird diese automatisch allen Titeln in diesem Ordner zugewiesen, was ziemlich praktisch ist.
Das ganze funktioniert im Grunde ganz gut, und man muss nur selten ganze Alben neu importieren, falls irgendwas schief gelaufen ist, oder die Alben nicht das gewünschte Cover haben.
Ein zusätzlicher Vorteil von Pwntunes ist, dass auch auf die am Iphone gespeicherten Fotos direkt zugegriffen werden kann. Zusätzlich bieten die Entwickler eine weitere App Photoalbums+ an, mit der man Fotos direkt am Iphone ganz komfortabel organisieren kann, eigene Ordner erstellen und diese sogar per Passwort schützen etc.
Für mich jedenfalls ist Pwntunes sowie Photoalbums+ eine viel komfortablere Möglichkeit Musik und Photos von und auf mein Iphone zu kopieren. Höre ich im Büro auf Groove.fm einen Titel, der mir besonders gefällt, kann ich ihn auf Amazon gleich laden. Ich habe im Büro das Iphone an einem zusätzlichen Ladekabel am Rechner angehängt, und kann so den Titel gleich im Büro aufs Iphone kopieren und am Nachhauseweg hören, ist nicht genug Platz vorhanden, lösche ich einfach irgendein Album, das ich nicht mehr hören kann.
Früher habe ich mir alle interessanten Titel mühsam in die Notizen geschrieben, um sie zuhause zu laden. Aber am Abend hatte ich es vergessen, bis die Liste irgendwann elendslang und unübersichtlich wurde, und ich viele Titel gar nicht mehr zuordnen konnte.
Itunes verwende ich beinahe gar nicht mehr. In Verbindung mit Pwntunes ist Itunes auch eher eine Hürde, denn eine Synchronisation mit Itunes überschreibt nämlich die Einträge von Pwntunes, und alle Titel müssten so jedes mal neu importiert werden. Für jemanden, der die Synchronisierung unbedingt braucht, aufgrund von Kalendereinträgen etc. wäre Pwntunes vielleicht nicht die beste Lösung, aber auch da bietet Apple selbst mit iOS5 und deren Cloud die Lösung, womit dann auf eine Synchronisierung mit Itunes vollkommen verzichtet werden kann.
Im Moment arbeiten die Entwickler an einer Version für iOS5, aber bis für iOS5 kein offizieller Jailbreak verfügbar ist, und Pwntunes darauf lauffähig, bleibe ich bei meiner iOS4.3.3 Version und verzichte derweil auf Apple's Cloud usw.
Nachtrag: Leider funktioniert Pwntunes auf einem am WindowsXP-Rechner angeschlossenen Ipad2 nicht. Das Ipad wird als "Kamera" erkannt, jedoch lassen sich keine Dateien darauf ablegen. Ab Windows Vista und Windows 7 sollte das Problem nicht bestehen. Für Windows XP stellen die Programmierer einen XP-fix bereit, der das Problem für Iphone, Ipod Touch etc behebt, jedoch das Ipad leider nicht. Offenbar wird das Ipad2 nicht richtig von den Treibern erkannt. Ich habe bereits den Support kontaktiert, jedoch bisher noch ohne Lösungsvorschlag.
Pwntunes kann natürlich alle Titel importieren, die über IFile, oder ähnliches direkt auf das Ipad kopiert und in den richtigen Pwntunes Ordner abgelegt wurden. Komfortabler wäre es natürlich direkt über den Windows Explorer.
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